Drei Europäer unterhalten sich, wessen Sprache die schwerste ist. Der Engländer: "Wir schreiben z.B. Empire und sprechen Empeier"; der Franzose: "Wir schreiben Bordeaux und sprechen Bordo"; der Sachse: "Unsere Schproche is doch an schwerst'n: mir schrei'm Wie bitte und frong, hä?"

Als eines Tages ein neuer politischer Häftling im Zuchthaus Bautzen eingeliefert wurde, stellte sich heraus, dass er bis vor kurzem als SED-Funktionär zur näheren Umgebung Ulbrichts gehörte. "Wenn du so ein hohes Tier warst", sagte einer seiner Mithäftlinge zu ihm, "kannst du uns nicht mal ein paar Einzelheiten über Ulbricht erzählen?" "Natürlich kann ich", sagte der Neue, "deshalb sitze ich ja hier."

Ein Sachse steht in Stuttgart an einer Straßenbahnhaltestelle, da hört er, dass der Verkäufer im Kiosk nebenan ebenfalls ein Sachse ist. Er geht hin und sagt zu dem Verkäufer: "Na, Landsmann, wie gehd dersch denn?" "Mir geds gans gud, mich schtärn bloß die baar Schduddgarder."

"Babba, was for e Ardigl setzt mer denn vor Lehm?" "Das gommt druff an, mei Sohn. Der Lehm is das, womit de Dischlr de Dische lehm, die Lehm sin wilde Diere und das Lehm is das, wovon es bei Schillern heeßt: E freies Lehm fiehren mir."

Was ist der Unterschied zwischen Griechen und Römern? Die Griechen konnten aus Römern trinken, die Römer aber nicht aus Griechen. Zwischenruf eines Sachsen: "Warum nicht?"

A.: "Aber, lieber Freund, wann bekomme ich denn eigentlich die fünf Mark wieder, die
ich dir geliehen habe?"
B.: "Sei ohne Sorge, ich habe mich jetzt um eine Stelle als Kellner beworben, da kannst du dann ja öfter hinkommen und brauchst mir kein Trinkgeld zu geben!"

Ulbricht bei Tschu En-lai. "Saach emal, Genosse Dschu, ihr habt hier in China doch ooch Geechner, Glassenfeinde, mecht mr sprechn." "Gewiss, Genosse Ulbricht, die gibt es leider noch." "Nu saach emal, wie viel denkste denn, daß das sein meechn?" - "Vielleicht so 17Millionen." "Siehste, genau wie bei uns, genau wie bei uns."

Die Zwickauer sind sehr heimatstolz. Zu Pfingsten treffen sich zwei Zwickauer auf dem Bahnhof. "Wollen Sie verreisen?" fragt der eine. "Ja, wie Sie sähn." "Wo wollen Sie denn hin?" "In die Brovinz!" erwiderte der Gefragte, geht an den Schalter und sagt: "Eemal dridder Berlin!"

Das sächsische Lehrbuch für Rechtschreibung von 1938 verordnet, dass Hauptwörter
auch bei Trennung zusammengesetzter Zeitwörter klein geschrieben werden, auch
wenn sie nicht mehr als solche empfunden werden. An Beispielen findet man dort außer ich laufe eis / ich schreibe maschine und unter manchen anderen auch ich stehe kopf. Hier wird der Kopf klein geschrieben, weil er nicht als solcher empfunden wird. Eben.

"Können Sie nicht lesen, dass das Baden im Freien verboten ist?" "Entschuldigen Se nur! Ich bade ooch gar nich im Freien, sondern im Wasser!"

Pietsch fragt: "Kannst Du einen Satz mit Kandelaber machen?" "Nee!" Mei Vater kann de Laberwurscht nich essen."

In der Deutschstunde sollen Sätze gebildet werden. U. a. ein Satz mit Mutter Erde.
Karlchen schreibt: "Mutter erde (ehe Du) fort gehst, machste mir noch ne Bemme."

Im Zuge nach Leipzig, bei drückender Julihitze. "Muddl, mir is so heeß." "Sprich nich so säksch, Junge, Heeß heißt's nich. Heiß heeßt's."

Eine hübsche Dame erzählte im Eisenbahnabteil, dass sie zur Zeit der Leipziger Messe sehr viel zwischen Halle/Saale und Leipzig hin- und herfahren müsse, so dass sie sozusagen mit einem Beine in Halle und mit dem anderen in Leipzig sei. Darauf ein Herr: "Da mecht ich e ma in Schkeuditz zuschteigen!" (Schkeuditz liegt in der Mitte zwischen Halle und Leipzig).

Am berühmten "Goldenen Reiter", dem Denkmal für August des Starken in Dresden-Neustadt, hing eines Tages ein großer Kartonbogen mit folgendem Spruch: "Lieber August! Steig hernieder und regier uns in Sachsen wieder! Las in diesen schweren Zeiten lieber unseren Erich reiten!"

Ein sächsicher Knabe kam zum Bäcker und behauptete, in die Semmel sei eine Fliege eingebacken gewesen. Er verlangte eine neue Semmel. Der Bäcker: "Das gommd vor,
mei Bebboh. Dafor gann ich dir geene neie Semmel gähm."Der Bebboh: "Na, dann
gähmsa mir wenigstens for die Flieche änne Rosine."

An der Staatsgrenze der DDR stand ein kleiner Dackel und schaute sehnsüchtig in die Bundesrepublik hinüber. Ein wohlgenährter, komisch verschorener Pudel lockte ihn:
"Komm herüber, du kriegst von mir eine schöne, fette Fleischwurst!" Der republikflüchtige Dackel: "Deine Fleischwurst gannsde behalten! Weeßde, warum ich gomme? Ich möchte ma wieder richdich bellen gönn'n!"

Ein Leipziger neigte sich mit geheimnisvoller Miene zu einem Besucher:
"Zwei Stecknadeln", berichtete er, "lagen nebeneinander. Da flüsterte die eine zur anderen: "Weißt du schon das Neueste von Ulbricht?" Die andere erschrickt:
"Pst, pst, sei ruhig", mahnte sie, "da hinten liegt eine Sicherheitsnadel."

Der Unteroffizier fragt seine Rekruten in der Instruktionsrunde:
"Was tut Ihr, wenn Ihr einen verwundeten Feind am Boden liegend findet?"
Soldat Pietsch: "Ich murkse ihn ab." Unteroffizier: "Aber du kannst doch einen verwundeten Feind nicht einfach abmurksen, Pietsch!" Pietsch: "Vielleicht quäl' ich'n erschd noch'n bißchen?"

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